… but babe, I’ll do everything to hear you yell…


Knaur Verlag | Stars and Lovers #1 | 9783426525241 | 378 Seiten | 12,99€ | August 2020
Ich kenne die Autorin aus dem Jugendbereich und von ihren Fantasybüchern. Ich weiß, dass sie schreiben kann und war super happy, dass sie nun auch ein Buch in meinem Lieblingsgenre herausbringen würde. Als ich den Klappentext las, war ich erstmal so semi überzeugt, weil mich die DJ-Szene jetzt so semi interessiert. Aber das coole Cover und der Name auf dem Buchdeckel war für mich Überzeugung genug, um zu entscheiden, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Summer ist Musikerin und hat ein absolutes Gehör, was sie zu einem absoluten Wunderkind in der klassischen Musik-Szene macht. Dank ihres Talents und einer strengen Mutter steht sie kurz vor der Aufnahme im berühmten New York Orchestra. Doch bevor es soweit ist, lässt sie sich von ihrem Bruder Xander, der ein angesagter DJ ist, dazu überreden, ihn auf seiner Tour zu begleiten. Summer zögert, da ihr empfindliches Gehör stark auf laute Geräusche reagiert und sie deswegen zuweilen in Panikattacken verfällt, doch trotz allem möchte sie Zeit mit ihrem Bruder verbringen. Also lässt sie sich auf das Abenteuer ein, mit all seinen Konsequenzen. Denn nicht nur, dass ihr Hörsinn gewaltig strapaziert wird, auch ihr Herz wird gehörig auf Probe gestellt. Gabriel ist ärgster Konkurrent ihres Bruders, doch das hindert die Schmetterlinge in Summers Bauch nicht daran, los zu flattern, sobald sie ihn sieht. Ob sie ihm und sich jedoch trauen kann, muss sich erst beweisen…

Gerade als ich zurück in Xanders Garderobe flüchten wollte, klang eine Stimme durch den Saal. Ich erstarrte. Gänsehaut rieselte über meine Haut. Meine Knochen vibrierten im Rhythmus des Beats, und die Stimme, die da sang, rann mir wie flüssiges Karamell durch die Adern. […] Die Stimme stahl sich in meinen Kopf und machte ihn … vollkommen leicht. Da war kein Schmerz mehr, nichts – nur die Stimme. – S. 135
Was für eine wundervolle Geschichte! Ich habe mir etwas völlig anderes vorgestellt und wurde positiv überrascht. Stella Tack hat so einen tollen Humor, die Metaphern und der Wortwitz sind einfach der Hammer – auch wenn ich zugeben muss, dass ich eine ganze Weile lang ziemlich merkwürdige Bilder mit einem Kerzenständer im Kopf hatte 😉 Die Dialoge sind super fetzig und die prickligen Szenen äußerst knisternd. Und auch wenn ich schon viele solcher Bücher gelesen habe, konnte mich der Handlungsverlauf doch hin und wieder überraschen. Das finde ich ja immer mega klasse und zeigt für mich die Hingabe und das Talent eines Autors/ einer Autorin.
Besonders eindrücklich ist in diesem Buch die weibliche Hauptfigur. Ihr absolutes Gehör ist für sie Fluch und Segen zugleich: Sie kann wundervolle und emotionale Musik erschaffen, doch auch von Disharmonie und Krach völlig überfordert werden. Ich habe nicht gewusst, dass es so eine Geräuschempfindlichkeit gibt, konnte mich aber dank der detailreichen Beschreibungen sehr gut in die Figur hineinfühlen. Obwohl alles um mich herum beim Lesen still war, habe ich die kreischenden Laute gehört, die Summer plagten. Sehr beeindruckend!
Ebenso beeindruckend fand ich die kribblige, atemlose und total sexy Liebesgeschichte zwischen Gabriel und Summer. Nicht, dass es zwischen den beiden nur um das eine ging. Genau das ist es ja. Unterschwellig ging es um Sex, aber vordergründig hat mich die Anziehung zwischen den beiden völlig vereinnahmt. Ich war zunächst etwas fehlgeleitet, da ich Ethan, Summers besten Freund, auch ganz schön süß fand, aber sobald der charmante, freche und verboten heiße Gabriel auftauchte, war Ethan vergessen – naja, zumindest fast, ich habe schon ein bisschen mein Herz verloren… Die Chemie zwischen Gabriel und Summer stimmt einfach und es macht unheimlichen Spaß, mit zu verfolgen, wie sie Gefühle füreinander entwickeln, die weit über Anziehung hinausgehen. Treibstoff ist dabei vor allem der super lustige Schreibstil der Autorin, den ich nur immer wieder hervorheben und betonen möchte!
Ich bin überzeugt. Aber vor allem bin ich verliebt. Die Geschichte ist toll und eine ganz typische fürs NA-Genre und doch auch ganz anders. Ich mag die Figuren, ich mag die Gefühle und ich liebe den Schreibstil. Gerne mehr davon! Ich darf auch schon mal spoilern: Beat it up ist der erste Band einer Reihe. Ich weiß nur leider noch nicht, wie viele Bände wir erwarten dürfen… Egal, ich freue mich darauf!
Wie hat dir „Beat it up“ gefallen? Lass mir gern einen Kommentar da!
Danke fürs Lesen!
Bis zum nächsten Mal,
L🖤L
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2 Antworten auf “Rezension | Stella Tack – Beat it up”