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Rezension | Sarah Sprinz – Dunbridge Academy – Anyone


He could be… anyone



LYX | Dunbridge Academy #2 | 464 Seiten | 9783736316843 | 12,90€ | Juni 2022


Ich mochte den ersten Band der Dunbridge Academy ja schon ziemlich gerne, aber schon da hatte ich eine Schwäche für Tori und Sinclair. Und nun da ich ihre Geschichte gelesen habe… Hach! Aber lasst mich von vorn beginnen…

Klappentext: Charles Sinclair ist Victoria Belhaven-Wynfords bester Freund. Seit der fünften Klasse ist er derjenige, dem Tori sich anvertrauen kann. Nur von den Bauchschmerzen, die einfach nicht verschwinden wollen, seit sie ihren Schwarm Valentine datet, kann sie ihm nicht erzählen. Unterbewusst spürt Tori, dass es nicht Liebe ist, was Valentine und sie verbindet – anders als bei ihrem besten Freund. Doch Sinclairs Aufmerksamkeit gehört ihrer Mitschülerin Eleanor, an deren Seite er bei der alljährlichen Theateraufführung der Dunbridge Academy als Romeo auf der Bühne stehen wird. Nicht dass es Tori etwas ausmachen würde. Wäre sie nicht diejenige, die in der Drehbuch-AG nun auch noch höchstpersönlich die Liebesgeschichte für ihn und seine Julia schreiben soll …


„Nein, Charles. Es hat nur weh getan, solange ich nicht wusste, was das mit uns ist.“
„Und was ist es?“
„Sag du’s mir.“
Ich erwiderte ihren Blick. „Es ist alles. Du bist alles. Ich habe bei jedem Kuss auf der Bühne an dich gedacht.“
– S. 330


Ist diese Geschichte süß!!!!!! Gott, ich habe alles geliebt. Von der ersten Zeile an. Ich habe einfach eine totale Schwäche für friends-to-lovers Geschichten. Dazu dann noch das klösterliche Schulsetting und ich bin zur Pfütze zerschmolzen. Nur eine Sache, die war anstrengend: Val. Puh. Ich verstehe, warum die Autorin diesen Handlungsstrang eingebaut hat und warum sie die Figur so angelegt hat, aber ich habs gehasst. Diesen toxischen und total schizophrenen Bastard. Sorry, ich weiß, das klingt hart. Und ich will gerne glauben, dass eine gute Seele in ihm wohnt und eine gute Therapeutin die auch hervorkitzeln kann, aber wissen will ich es nicht. Er soll in ein Loch kriechen und nie wieder rauskommen. So, da ich mir in diesem Punkt Luft gemacht habe, wieder zu den schönen Dingen. Tori und Charles sind so absolut hinreißend! Ich war von Seite 1 an süchtig und konnte nicht aufhören zu lesen. Ich habe so sehr mit den beiden mitgefiebert! Ich liebe es einfach, wenn Bücher mich so fesseln, dass ich essen und trinken vergesse und mit dem Buch im Bett einschlafe und morgens wieder aufwache. Dieses Potential haben nicht viele Bücher, die von Sarah Sprinz im Allgemeinen aber schon ;D

Auch wenn ich über V nicht weiter reden möchte, möchte ich noch einmal darauf eingehen, was für eine wichtige Botschaft uns die Autorin hier auf den Weg mitgibt. Toris Beziehung erscheint als absolut unverständlich. Sie ist so stark, mutig und selbstbewusst und lässt sich von diesem Würstchen so umher schupsen. Doch dann wiederum versteht man sie auch; fühlt diesen Drang dazugehören zu wollen und das Schlechte verdrängen und das Gute hervorheben zu wollen. Es ist klasse, dass Sarah Sprinz bei Toris Reflektion auf ihre Buchleidenschaft eingeht und beschreibt, dass sie beim Lesen eines Romans immer denkt, dass sich das die Frau nicht bieten lassen dürfte, da es von außen viel einfacher war, zu urteilen und gute Ratschläge zu verteilen. Aber von innen sieht so eine Situation ganz anders aus und ich finde, dass hat die Autorin sehr gut aufgebaut und erzählt.

Als ich die Sache mit dem Romeo und Julia Theaterstück gelesen hatte, war ich erstmal nicht besonders angetan. Ich war überzeugt, dass das Thema, die Idee und das Konstrukt total ausgelutscht ist. Aber naja, man wird sich auch mal täuschen dürfen! Ich finde es sehr gut eingesetzt und platziert und nicht übermäßig überanstrengt. Es rundet die Geschichte ab, macht sie voller und bietet viel Platz für tolle Szenen und starke Auftritte. Zudem ist es eine coole Grundlage für die Diskussion feministischer Themen (wie auch der Streit um die Schuluniformen) und ich finde es toll, wie das Theaterstück angepasst und modernisiert wird. Es wird toll eingeflochten ohne zu nerven oder zu beschweren. Außerdem mochte ich die vielseitigen Perspektiven, die abgebildet werden – z.B. Val, der sich über alles lustig macht; Gideon, der meist genervt ist; Tori und Olive, die für das Thema brennen.

Sprachlich ist der Roman wie immer top. Ich liebe diesen emotional beschreibenden Stil. Doch diesmal sind mir auch Kleinigkeiten aufgefallen, die mich nicht gestört haben, die aber so in der What If Reihe nicht vorgekommen sind. Dopplungen von auffälligen Wortgruppen wie die Stimme geht hoch oder das Herz überspringt einen Schlag. Ich bin da als Germanistin sehr feinfühlig, möchte aber keinesfalls päpstlicher als der Papst sein 😉

Ich finde es sehr gelungen, wie der Nebenstrang von Olive eingebaut wurden und man somit für Band 3 schon angeteasert wird. Ich muss schon sagen: Ich habe richtig Lust auf diesen Band. Vor allem nach diesem Cliffhanger!!!!

Und zuletzt noch ein paar Worte zu Charles und Tori: Ich habe eine verdammt große Schwäche für Charles Sinclair und liebe seine zurückhaltende, niedliche und nerdige Art, obwohl er gar kein Nerd ist. Er ist so unsicher und putzig und zugleich werde ich ganz kribbelig, wenn ich an die Szenen in der Backstube denke und ihn mir beim Kneten vorstelle… Er ist ein toller Freund und loyaler Kumpel, der zu seinem Wort steht. Als er seine Leidenschaft zum Schauspiel entdeckt, ist mein Schmachten noch sehr viel schlimmer geworden und ich muss sagen, alles in allem finde ich seine manchmal unbeholfene Art absolut sexy. Tori ist eine Figur – genauso wie Charles – die ich vom ersten Auftritt an mochte. Sie ist schlagfertig, hat ihre Überzeugungen, ist liebenswürdig und sympathisch. Dass sie von Val so manipuliert wird, ärgert sie wahrscheinlich am meisten, hilft ihr aber dabei, eine wichtige Erkenntnis zu gewinnen und sich weiterzuentwickeln. Das ist nachvollziehbar und macht gleichzeitig auch noch Spaß.

Mein Fazit zu diesem Buch ist eindeutig: Ich liebe es! Auch wenn ich Band 1 sehr toll fand und mich Band 3 schon sehr neugierig macht, bin ich davon überzeugt, dass dieser Teil mein Lieblingsband der Reihe ist. Ich mochte die Spannungen, die Verzehrungen und die Andeutungen. Die Geschichte hat mich abgeholt und süchtig gemacht, sodass alles um mich herum keine Bedeutung mehr hatte. Ich denke, ein größeres Kompliment kann man einem Buch und einer Autorin nicht machen.


Wie hat dir „Dunbridge Academy – Anyone“ gefallen?
Lass mir gern einen Kommentar da!


Danke fürs Lesen!
Bis zum nächsten Mal,
L🖤L



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2 Antworten auf “Rezension | Sarah Sprinz – Dunbridge Academy – Anyone”

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