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Rezension | Ava Reed – Whitestone Hospital – High Hopes


Hoffnungen



LYX | Whitestone Hospital #1 | 416 Seiten | 9783736315471 | 12,90€ | März 2022


Mit dem Namen Ava Reed verbinde ich viele schöne und hochemotionale Lesestunden. Kein Wunder also, dass ich mir sofort ihr neustes Werk vorbestellt hatte, als es angekündigt wurde. Diesmal sollte es ein New Adult Roman im Krankenhaus Setting werden. Ich war total neugierig darauf und konnte mir als Greys Anatomy Fan der ersten Stunde sehr gut vorstellen, dass das richtig gut werden könnte…

Klappentext: Laura Collins hat es geschafft! Ihr größter Wunsch geht in Erfüllung, als sie eine Stelle an einer der angesehensten Kliniken des Landes ergattert. Am Whitestone Hospital in Phoenix ist Laura eine der neuen Assistenzärzte und -ärztinnen und erkennt schnell, dass sie für ihren Traumjob an ihre Grenzen gehen und alles geben muss. Die langen Arbeitszeiten, der Schlafmangel, die schweren Entscheidungen und bewegenden Schicksale verlangen ihr viel ab. Und als wäre das nicht Herausforderung genug, ist da noch Dr. Nash Brooks, der junge Stationsarzt der Herzchirurgie. Nash ist kompetent, attraktiv, ihr Betreuer – und damit absolut verboten!


Und wir sehen einander an wie zwei Menschen, die nur stumm bleiben, weil es zu viel zu sagen gibt. Wie zwei Feinde, die nicht wissen, wie man sich bekriegt – oder wie zwei Vertraute, die nicht wissen, wie man sich liebt.
– S. 159


… und natürlich hatte ich Recht! Avas gefühlvoller Schreibstil gepaart mit Krankenhaus-Flair, Flurfunk und dramatischen Schicksalen ist für mich ein Match made in Heaven! Ich liebe die Dynamik des Personals, das Wir-Gefühl und die Aufopferungsbereitschaft, was alles so schön und so erlebbar von der Autorin beschrieben wird. Ich glaube zwar ehrlicherweise nicht, dass es wirklich so kollegial und liebreizend zugeht (meine beste Freundin ist Radiologin – she told me all about it), aber es ist eine schöne Vorstellung, die ich ja auch so unheimlich gern bei Atlanta Medical, New Amsterdam und vielen anderen Arztserien inszeniert sehe.

Komischerweise habe ich nicht erwartet, dass das Buch so medizinisch ist. Blöd, ich weiß 😀 Ist ja schließlich ein Roman über eine Assistenzärztin, die sich in ihren Betreuer verknallt. Im Krankenhaus. Wo auch sonst. Aber zu meiner Ehrenrettung: Ich habe Sarah Sprinz‘ Bücher gelesen und das eine oder andere hat mehr oder weniger mit Medizin zu tun (eine (oder zwei?!) Protagonistin(nen) hat auf jeden Fall Medizin studiert). Deshalb war meine Vorstellung eher so in diese Richtung: Medizin ja, Krankenhaus auch, aber Schwerpunkt Privatleben. Ich war also tatsächlich ein wenig überrascht, aber als ich fertig war, über mich selbst zu schimpfen, wie engstirnig ich manchmal bin, war ich einfach nur noch begeisert. In diesem Buch steckt unheimlich viel Liebe, Herzblut und vor allem Recherchearbeit. Wow. Einfach nur wow! So realistisch, so detaillreich. Ich habe zwar keine Ahnung, ob stimmt, was in dem Buch steht, aber es klingt alles sehr richtig (und wie bei Greys Anatomy :D). Ich gebe zu, dass ich anfangs etwas überfordert war, von so viel geballten fachlich korrekten Szenen und mir ein klein wenig mehr Liebe und privates Zwischenmenschliches gewünscht hätte, aber das ist eine ganz persönliche Vorliebe und keine Kritik!

Kommen wir nun zu den Figuren. Hach, die sind mir alle total sympathisch. Auch die, die es am Anfang nicht sein sollen. Wie schon angesprochen mag ich die Dynamik des Personals und mag den freundschaftlichen Umgang auch über die Hierarchiegrenzen hinweg. Grant, Sierra, Jess, Ian, Sinar (!) und viele mehr machen Spaß und definitiv Lust auf mehr. Aber am wichtigsten sind natürlich die zwei Protagonisten, deren Liebesgeschichte mich durch die Seiten fliegen ließ. Laura ist eine sehr direkte, coole, schlaue, emotional intelligente, durchsetzungsstarke und liebenswürdige junge Frau, die jeden um ihren Finger wickelt. Sei es mit ihren schönen Augen und hellem Köpfchen oder einem perfekten Kaffee. Ich mag sie so sehr, weil sie genau die richtige Mischung aus Distanz und Nähe, Mitgefühl und Härte zeigt, was für mich eine gute Ärztin ausmacht. Sie bleibt menschlich, ist hilfsbereit und sehr tough. Vielleicht ist sie etwas zu aufopferungsbereit, aber sie ist ja noch am Anfang ihrer Ausbildung. Am tollsten finde ich aber, dass sie kein Duckmäuser ist und auch nicht davor zurückschreckt, ihren Vorgesetzten die Meinung zu sagen. Nicht überheblich oder anbiedernd, sondern (meist) sachlich und mit viel Herzblut. Dabei kommt dann natürlich ihr Love Interest Nash ins Spiel. Mal abgesehen davon, dass ich diese sündige Verbindung zwischen Betreuer und Anfängerin à la Meredith und Derek ziemlich sexy finde, ist auch Nash nicht von schlechten Eltern. Er ist kein Draufgänger oder Bad Boy, aber seine ruhige Art, sein kompetentes Auftreten und sein galaktisch süßer Kater Jax machen mich total schwach. Ich finde es süß und bewundernswert, wie er versucht, in seiner Rolle als Betreuer, die er zum ersten Mal ausfüllt, alles richtig zu machen. Seine Entwicklung über die Handlung hat mir sehr gut gefallen: weg vom Beziehungen-sind-nicht-so-mein-Ding-Typ zum Arbeit-ist-nicht-alles-Mann. Ich mag Nash wirklich sehr, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich meine große Liebe zu Jax ein wenig auf ihn projiziere 😀

Dieser Roman ist voller toller Highlights. Hier wird viel spannendes und emotionales geboten, was mir das Gefühl gegeben hat, eine meiner geliebten Krankenhausserien zu schauen. Zum Ende hin wurde es relativ dramatisch und für einen ganz kurzen Augenblick hatte ich wirklich Angst, dass Ava Reed etwas ganz unmögliches tun würde. Doch sie hat es zum Glück nicht getan. Doch dann hat sie mich doch noch mal überrascht und mich mit den allerletzten Seiten so richtig gekillt. Was soll denn dieses Ende, bitteschön?? Wie soll ich denn jetzt die Veröffentlichung von Band 2 abwarten, ohne vor Neugier zu platzen?! Ich will Band 2. Sofort! Bitte…

„High Hopes“ ist ein sehr gelungener Reihenauftakt (und Ohrwurmgarant – Brendon Urie war von Seite eins in meinem Kopf :D). Obwohl ganz deutlich Ava Reed hier am Werk ist und mich mit ihren Sprachbildern und gefühlvollen Beschreibungen völlig bezaubert, ist doch ein Unterschied zu „Truly“ und Co. zu merken. Die Tonalität ist anders, erwachsener, reifer. Das ist anders – gut anders. Ich finde es sogar richtig gut. Und ich kann nur noch mal unterstreichen, wie sehr ich mich auf mehr Stoff aus dem „Whitehouse Hospital“ freue!


Wie hat dir „High Hopes“ gefallen?
Lass mir gern einen Kommentar da!


Danke fürs Lesen!
Bis zum nächsten Mal,
L🖤L



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